Augen auf, der Kona kommt!

Ist der Motor schon an?“, fragen wir Ralf Funke vom Kirchhainer Autohaus Funke bei der kurzen Einweisung vor der Testfahrt. „Schauen Sie da das Symbol, der Elektro-Motor läuft!“ Aha, so hört sich also ein Elektromotor an, der stolze 204 PS auf die Straße bringt.

Und dann geht es zunächst im gemächlichen Tempo los – zum Eingewöhnen. Auf der Schnellstraße dann ein erster Beschleunigungs-Check. Wow, der geht ganz schön ab. Das Gas – Pardon – der Strom ist direkt auf der Straße, uns drückt es in die Ledersitze, im Magen setzt das Kribbeln ein. Irgendwie auch elektrisch.

konamitzieherDer Kona liegt sicher in der Spur – auch in Kurven, die Lenkung ist leichtgängig, die Geräuschkulisse im Inneren beschränkt sich auf ein sanftes Surren, ähnlich einer Turbine, das Rollen der Reifen und unsere „Oh-has“. Optisch ist das Interieur des kompakten SUVs aufgeräumt, einzig das große Display des Bordcomputers fügt sich nicht recht ins Bild. Der Kofferraum ist eher klein, das Volumen lässt sich jedoch durch die geteilt umklappbaren Rücksitze auf das
Dreifache vergrößern. Die Sitze sind bequem, das Display übersichtlich und der Rundumblick gut. Die Passagiere im Fonds haben ausreichend Platz. Dort macht sich aber der recht hohe Fußboden bemerkbar, unter den Vordersitzen ist nur wenig Raum für die Füße. Trotzdem sitzt der 1,88-Meter-Mann Michael auch hinten bequem.

Der Kona hat keinen Kühlergrill im herkömmlichen Sinne: „Die geschlossene Frontpartie steht für Style und Aerodynamik“, erklärt Funke. Dort befindet sich auch der Stecker zum Aufladen per Kabel. À propos Strom: Das Elektro-SUV  schafft laut Hersteller stolze 450 Kilometer mit einer Batterieladung. Und wir wissen, Hersteller fahren für solche Angaben gerne mal ohne Klimaanlage und Radio im Leerlauf bergab. Und doch zeigt der Kona auch im vertrauenswürdigen Praxistest mit normalem Fahrverhalten von Ralf Funke ordentliche 400 Kilometer: „Das ist schon enorm. Es gibt kein vergleichbares Modell, das den technischen Stand vom Kona erreicht“, weiß er.

konabuchseDer Ladevorgang für die 64 kwh-Batterie dauert 54 Minuten an einer 100-kw-Ladestation und 75 Minuten an einer 50-kw-Ladestation (bis zu 80 Prozent der vollen Ladung). „An einer normalen Steckdose kann man das Auto über Nacht aufladen“, sagt Innungs-Obermeister Funke. Fazit: Das Auto sieht gut aus, macht einen sicheren Eindruck, bietet Komfort und eine gute Fahrleistung. Die Reichweite ist für ein Elektro-Auto sehr gut, der Anschaffungspreis der getesteten Variante liegt mit etwa 45.000 Euro im oberen Preissegment. Darin enthalten ist jedoch eine sehr umfangreiche Ausstattung. Hyundai hat mit diesem SUV wieder ein Elektromobilitäts-Zeichen gesetzt, das sportlich, modisch und funktional
daher kommt – und dazu auch noch sehr, sehr leise.

konahaubeAbmessungen

Länge 4,18 Meter, Höhe 1,57 Meter, Breite 1,80 Meter, Bodenfreiheit 15, 8 Zentimeter, Kofferraumvolumen 332 Liter, hintere Sitzbank umgeklappt 1114 Liter. Leergewicht 1760 bis 1818 Kilogramm, zulässiges Gesamtgewicht 2170 Kilogramm. Leistung 204 PS, Batteriekapzität 64 kwh, Höchstgeschwindigkeit 167 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 etwa 7,6 Sekunden.

Von Michael Acker und Katharina Stenner, Fotos: Thomas Breme mr//media


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