Über Stock und Stein: Der neue Jeep Wrangler im Test

Lasst uns doch mal ’ne Probefahrt in einem richtigen Geländewagen machen. Einen Jeep auf normaler Straße und im Wald testen, das wäre super. Eine E-Mail und einen Anruf später steht Carsten Elsemann, Geschäftsführer Autohaus Biebighäuser und Bad Endbach, mit einem Jeep Wrangler Sahara auf dem Parkplatz.

jeepelsemannEr gibt uns eine kurze Einweisung in die Technik des Kultfahrzeuges, das sich die kantige Karosserieform und die prägnanten Scheinwerfer über die Jahrzehnte bewahrt hat. Beim Einsteigen fällt auf, dass es neben der erhöhten und sehr bequemen Sitzposition auch das rustikale Ambiente in das Jahr 2019 geschafft hat. Der große Touchscreen mit Online-Anbindung, Smartphone-Konnektivität und Navigation repräsentiert dagegen den digitalen Zeitgeist. Die Menüführung ist etwas verschachtelt, lässt sich aber gut bedienen. Eine  Rückfahrkamera zählt zum Serienumfang.

Los geht die Fahrt: Die Achtstufen-Automatik auf „D“ und ab auf die „Road“. Die Übersetzungen wechseln sanft, und schnell ist das schwere Fahrzeug auch auf Geschwindigkeit. Wie seine Vorgänger verfügt auch der Geländewagen über Leiterrahmen und Starrachsen, um abseits befestigter Straßen maximal in Form zu sein. Die Federung ist recht hart. Fahrdynamische Offenbarungen erwartet vom Jeep Wrangler niemand, Kurven meistert der Offroader dennoch sicher und unaufgeregt.

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Auf schwierigem Untergrund trumpft die Sahara-Variante mit zuschaltbarem Allradantrieb samt Untersetzung, 24 Zentimetern Bodenfreiheit und 76 Zentimetern Wattiefe auf – ein richtiger Geländewagen eben. Durch die erhöhte Sitzposition hat man einen guten Rundumblick, obwohl die Frontscheibe schon sehr senkrecht steht. Ein echter Pluspunkt: Mit nur wenigen Handgriffen lässt sich das Dach abnehmen, auch die Frontscheibe kann komplett weggeklappt werden. Das Interieur kann überzeugen und erinnert eigentlich gar nicht mehr an die Vergangenheit. Kultig sind die außen liegenden Schnappverschlüsse für die Motorhaube.

Fazit: Der Jeep Wrangler ist und bleibt eine Ikone, die es geschafft hat, ihren Wurzeln treu zu bleiben und sich dabei trotzdem immer wieder neu zu erfi nden. Es macht Spaß, das Auto zu fahren – egal, auf welchem Terrain. Und doch sollte man die große Wildkatze nicht zum Stubentiger degradieren: Sie gehört einfach ins Gelände.

Jeep Wrangler 2.0 T-GDi, Sahara Auto 3-Türer

Preis: ab 54.000 €
Benzinverbrauch: 9 l/100 km
kombiniert
Motorisierung: 2,0 l 4-Zylinder
Motorleistung: 272 PS bei
5250 U/min
Anhängelast: 1497 kg
Fahrzeuggewicht: 1883 kg
Getriebe: 8-Gang Automatikgetriebe

Von Michael Acker und Katharina Stenner
Fotos: Dr. Günter Körtner, mr//media


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