Für immer glatt

Was man in den kalten und eher dunklen Monaten gerne schon mal schleifen lässt, kommt jetzt ans Licht. Deshalb ist spätestens ab Mai für viele Pflicht: Haarentfernung an sämtlichen Körperstellen. Kopfhaar natürlich ausgenommen!

Zum Glück gibt es viele verschiedene Methoden, die bei stoppeligen Beinen, kratzigen Achseln oder unschöner Bikinizone Abhilfe schaffen.

Zupfen und Epilieren

In der Regel werden nur kleinere Flächen gezupft. Überflüssige Härchen an den Zehen oder Augenbrauen rückt man schnell und unkompliziert mit der Pinzette auf die Pelle. Der Epilierer kommt bei größeren Flächen zum Einsatz. Auch
wenn manche Produkte eine sanfte Enthaarung versprechen: Das tut weh! Das (Haar-) Problem wird bei der Wurzel gepackt und herausgerissen. Für Menschen mit niedriger Schmerzgrenze perfekt, denn man hat bis zu vier Wochen Ruhe, bis die Haare langsam nachwachsen.

IMG 9146Rasieren

Die schnellste Methode unter der Haarentfernung. Um Rasurbrand und blutige Schnitte zu vermeiden, sollte man auf gute Qualität des Rasierers achten. Klingen mit integrierter Emulsion oder Serum schützen die Haut und lassen den  Rasierer besser gleiten. Die Methode ist schmerzfrei, muss aber regelmäßig, häufig sogar täglich, angewendet werden, um makellos-glatte Haut zu haben.

Elektrische Haarentfernung

Mit einem Elektrorasierer lassen sich lästige Härchen sehr sanft entfernen, Hautreizungen bleiben aus. Die aktuellen Modelle sind praktisch klein, tragbar und passen sogar problemlos in die Handtasche. So kann man selbst unterwegs ganz spontan für seidig-glatte Haut sorgen. Die Methode eignet sich am besten für kleinere Bereiche wie Gesicht, Achseln oder Bikinizone. Vor der Rasur sollte man darauf achten, dass die Haut sauber ist. Genau wie bei einem  Nassrasierer wachsen die Haare in kurzer Zeit wieder nach.

Waxing

Zugegeben, auch nicht die angenehmste Art der Haarentfernung! Ein bisschen Mut gehört dazu! Sie hat aber durchaus ihre Vorteile. Mit der Methode lassen sich große Flächen auf einmal enthaaren, was sie auch für viele Herren-Rücken interessant macht. Man kann das Waxing entweder in einem Studio von Profis machen lassen, oder mit ein bisschen Übung an geeigneten Stellen selbst oder von einer Freundin/einem Freund durchführen lassen. Auch wenn die  Prozedur selten ohne Schmerzensschreie durchführbar ist, schwören viele darauf. Die Haut ist lange seidig-glatt und Rasur-Pickelchen, gerade im Intimbereich, sind passé. Nach dem Waxing aber braucht die Haut meist ein bisschen Zeit
zur Regeneration: also dann auch keine Sonne!

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Sugaring

Auch wenn „Sugaring“ (Sugar = Zucker) irgendwie ganz nett klingt, versteckt sich hinter diesem Namen das Ausreißen kleiner lästiger Haare. Anders als beim Waxing werden die Härchen aber mit dem Wuchs ausgerissen. Ein weiterer Vorteil, der die ganze Sache etwas schmerzfreier werden lässt, ist, dass die Zuckerpaste sich um das Haar schließt und nicht auch an der Haut festklebt. Daher ist diese Methode schonender für die Haut. Die Zuckerpaste lässt sich leicht selber herstellen aus Zucker, Wasser und Zitronensaft (siehe „Tipp“).

Enthaarungscremes

Enthaarungscremes sind scheinbar ein idealer Kompromiss zwischen all den derzeitig geläufigen Enthaarungsmethoden. Sie sind günstiger als Waxing, halten länger als Rasieren und sind schmerzfrei. Mit Hilfe einer Chemikalie in der Creme wird das Haar aufgelöst und kann zusammen mit der Creme nach einigen Minuten abgewaschen werden. Sie wirkt auch minimal unter der Haut und verhindert so ein sofortiges Nachwachsen der Härchen. Der Nachteil ist, dass Enthaarungscremes recht aggressiv sind und zu Hautreizungen führen können. Am besten, erst auf einer kleineren Hautstelle ausprobieren!

Laser und IPL

(„Intense Pulsed Light“ – intensives, pulsierendes Licht). Sowohl Laser als auch IPL bieten die längste Zeit Ruhe vor den lästigen Stoppeln und können diese sogar dauerhaft entfernen. Leider ist sie auch die teuerste Methode der  Haarentfernung. Die IPL-Haarentfernung funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, wie die Laser-Methode, denn auch hier entsteht Wärmeenergie, indem Licht umgewandelt wird. Der Vorteil: Ein IPL-Haarentfernungsgerät kann man kaufen und selber anwenden – es ist aber nicht ganz billig. Beide Methoden zielen auf das Melanin in den Haaren ab, die Haarwurzel wird verödet. Die Behandlung von Menschen mit dunkler Haut oder hellen Haaren ist allerdings schwierig. Während sowohl der Laser- als auch der IPL-Haarentfernung sind Rötungen keine Seltenheit. Zudem kann es kurzzeitig zum Entstehen kleiner Krusten kommen. Bei dunkelhäutigen Menschen ist das Risiko einer Pigmentverschiebung gegeben. Die farbliche Hautveränderung verschwindet aber normalerweise auch wieder von ganz alleine. Die Kosten einer Laser-Behandlung richten sich nach der Größe der zu behandelnden Hautfläche. Größere Zonen können zwischen 200 und 400 Euro liegen.

Am Ende muss jeder für sich selbst ganz individuell die passende Methode herausfinden. Was für den einen praktisch ist, ist für den anderen nervig oder gar unerträglich. Aber eins ist klar: Für immer glatt ist es am schönsten!

DIY-Zuckerpaste für „Sugaring“

Man benötigt einen Teil Wasser, einen Teil Zitronensaft, zwei Teile Zucker.

Zubereitung der Sugaring-Masse:
1. Zutaten in einen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen
bringen.
2. Topf von der Herdplatte nehmen, sobald das Gemisch Blasen wirft, so
lange rühren, bis die Blasen verschwinden. Dann den Topf zurück auf
die Herdplatte stellen und den Inhalt erneut aufkochen lassen.
3. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis eine zähflüssige, honigfarbene
Masse entsteht.
4. Hat die Masse die richtige Konsistenz, den Topf vom Herd nehmen
und die Zuckerpaste unbedingt auf Körpertemperatur abkühlen lassen,
bevor sie verwendet werden kann.

Von Alexandra Dalwig, Fotos: Adobe Stock © blackday, © Dan Race, © Dangubic, © Africa Studio, © Mingman Srilakorn, Alexandra Dalwig, Hersteller


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