Honig, eine Quelle der Gesundheit

Als die Speise der Götter wurde Honig im alten Ägypten bezeichnet. Heilende Eigenschaften und vielfältige Anwendungsgebiete sagt man ihm bis heute nach. Nicht nur als Süßungsmittel oder Brot aufstrich ist er begehrt. Honig schmeckt köstlich, ist reich an natürlichen Inhaltsstoffen und versorgt den Körper mit leicht verwertbaren Kohlenhydraten.

Natürlich ist er süß: Er besteht zu 80 Prozent aus Traubenzucker, (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose). Das Verhältnis von beiden bestimmt die Konsistenz des Honigs. Ein hoher Glukoseanteil schenkt dem Honig die Cremigkeit, Fruktose macht ihn flüssig.

Nach dem Schleudern ist zunächst jeder Honig flüssig. Wie schnell der Kristallisationsprozess einsetzt, hängt vom Anteil des Traubenzuckers ab. Bei Raps- oder Obstblüten honig geht dieser Prozess sehr schnell, da der Nektar dieser Pflanzen sehr viel Glukose enthält.

Die gesunden Inhaltsstoffe des Honigs wie Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme sind hitzeempfindlich und halten Temperaturen von mehr als 40 Grad nicht stand. Sie gehen kaputt und verlieren ihre gute Wirkung. Deswegen sollte man Honig auch erst nach dem Abkühlen in warme Milch oder Tee einrühren.

Honigseife 2020 3Stadt- oder Landhonig

In vielen Städten wird geschmackvoller Honig erzeugt. Bienen finden ihre Nahrung in Kleingärten, Parks, auf Balkonen und auch auf begrünten Dächern über die gesamte Blühsaison hinweg. Stadthonig zeichnet sich durch seine Vielfalt aus, die durch die unterschiedlichen, gleichzeitig blühenden Pflanzen zustande kommt. In der Stadt finden Bienen beispielsweise keine Rapsblüten oder Kornblumen, das unterscheidet den Stadthonig vom Landhonig. Sonnenblumen- oder Waldhonig ist deswegen ein typisches Landerzeugnis. Reiner Sortenhonig kommt also vom Land. Die gelben Rapsblüten sorgen für schmackhaften Rapsblütenhonig.

Allgemein sammeln Bienen das, was sie in ihrer Umgebung finden. Etwa drei bis fünf Kilometer ist ihr Gebiet groß, in dem sie nach Nahrung Ausschau halten. Beliebte Nahrungsquellen fliegen sie deswegen in großer Zahl an. So entstehen die Sortenhonige. Wo die angesagten Futterquellen sind, teilen sie durch ihre ganz eigene Kommunikationsform mit – der Tanzsprache. Der sogenannte Schwänzeltanz zeigt den Schwestern, wohin sie fliegen müssen.

Honig gegen Erkrankungen

Honig wird als Heilmittel gegen viele Erkrankungen und zur Wundheilung geschätzt. Seine Wirkung verdankt er in erster Linie seinen antibakteriellen, antimykotischen sowie antioxidativen Eigenschaften. Die hohe Zuckerkonzentration bindet überschüssiges Wasser. Pilze und Bakterien sind ohne Wasser so nicht lebensfähig und trocknen aus.

Allheilmittel Manuka-Honig

Seit ein paar Jahren macht auch in Deutschland ein ganz spezieller Honig von sich reden: Der Manuka-Honig. Er stammt aus Neuseeland und wird dort seit jeher zur Hautdesinfektion und Wundheilung eingesetzt. In Deutschland ist das Wundermittel noch nicht lange bekannt. Erst 2008 wurde ein Professor der TU Dresden darauf aufmerksam. Durch einen Zufall entdeckte er die Ursache der keimtötenden Wirkung, nämlich den im Manuka-Honig erhöhten Methylglyoxal-Gehalt (MGO). Zum Vergleich: Ein gewöhnlicher Honig enthält etwa 20 Milligramm MGO pro Kilogramm. Das neuseeländische Gegenstück weist bis zu 800 Milligramm MGO pro Kilogramm auf. Hierzulande wird das Allheilmittel gegen unterschiedliche Beschwerden eingesetzt. Allerdings gibt es keine Studien über die tatsächliche Wirkung.

Als Süßungsmittel oder Brotaufstrich ist der Importschlager wohl etwas zu teuer. Ein 500-Gramm-Glas Manuka-Honig, MGO 400+, kostet etwa 85 Euro. Der Preis richtet sich unter anderem nach dem MGO-Anteil des Honigs. Fälschungen sind nicht selten, daher sollten Verbraucher auf die Zertifizierung achten.

Nicht nur auf dem Brot gut

Die Verwendung von Honig geht weit über das Butterbrot und warmen Tee hinaus. Als wohltuende Gesichtmaske dient er der Haut als Schönheitskur. Trockene und unreine Haut reinigt ein Honig-Peeling sanft und nachhaltig. Auch für die Haare ist der Bienensaft ein echtes Highlight. Sie erstrahlen in neuem Glanz durch die Pflege mit einer Honig-Haarkur. Auch trockene und rissige Hände, gerade um die kalte Jahreszeit, werden mit einer Honig-Hand-Maske wieder zart und geschmeidig. Milch und Honig ist eine gute Kombination, um die Haut am ganzen Körper zu pflegen und mit Nährstoffen zu versorgen. Als Seife pflegt Honig die Hände bei jeder Wäsche.

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Von Melanie Weiershäuser

Fotos: mr//media, Melanie Weiershäuser; Adobe Stock © llhedgehogll, © Dionisvera


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