Pimp Deine Jeans: Erste Hilfe gegen Trennungsschmerz

Auch wenn’s nur die Jeans ist: Trennen tut weh! Hier ein paar Tipps, wie Ihr Euer Lieblingsstück in die Zukunft rettet. 

Schickes Hüftgold

Es darf glitzern: Auch bei Jeans-Hosen ist metallischer Glanz gefragt! Wer nicht Hunderte Euro für eine Designer-Jeans hinblättern will, kann seine Hose ganz einfach selbst vergolden: mit Textilfarbe.

jeans gold

Material / Werkzeug: Textilfarbe in Gold (z. B. Inka-Textil von Viva) // Pinsel oder Schwämmchen // Schablone, zum Beispiel aus Tortenspitzen, und Sprühfi xierer oder temporärer Sprühkleber

  1. Wer nur einen zarten Hauch von Glitzer auf der Jeans haben will, sollte mit ganz wenig Farbe auf Pinsel oder Schwämmchen anfangen. Eine zusätzliche Schicht Farbe ist schnell aufgetragen, aber was einmal auf der Jeans ist, kriegt man kaum wieder runter. Besonders
    gut macht sich ein Hauch Glitzer auf dem Bund, der Kappnaht an der Außenseite des Hosenbeins und rund um die Taschen.
  2. Wer mit einer Schablone arbeiten möchte, muss diese zuerst mit Sprühfixierer auf dem Jeansstoff fixieren. Sonst läuft die Farbe unter die Schablone und der Abdruck wird unsauber. Die Schablone in die Luft halten mit wenig Sprühfixierer bespritzen, dann sofort auf der
    Jeans platzieren. Kurz trocknen lassen.
  3. Farbe mit dem Schwämmchen aufnehmen und vorsichtig – damit nichts daneben geht – auf die Schablone tupfen.
  4. Wenn alles vollständig trocken ist, die Papierschablone Stück für Stück abkratzen.
  5. Farbe nach Herstellerangaben fixieren.
  6. Jeans nach Herstellerangaben waschen, und so die Reste des Sprühfixierers entfernen.

Tipp: Den Sprühfixierer nur auf die Schablone, nicht aber auf die Jeans sprühen – auch wenn das im ersten Moment einfacher erscheint. Der Sprühfixierer versiegelt den Jeansstoff, sodass er die Farbe nicht richtig aufnehmen könnte.

Hose mit Stich

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Mit Stickereien im Sashiko-Stil wird jede Jeans zum stilvollen Unikat.
Material / Werkzeug: Sashiko-Nadel oder dünne Stopfnadel mit Spitze // Sashiko-Garn oder Stickgarn // Schneiderkreide // Lineal

Das einfachste Sashiko-Muster besteht aus parallelen Linien, die im Vorstich gearbeitet werden. Das Verhältnis sollte bei 1:2 liegen. Das bedeutet, dass der Zwischenraum zwischen den Stichen etwa halb so lang sein sollte wie ein Stich.

  1. Mit Hilfe von Lineal und Kreide parallele Linien – zum Beispiel im Abstand von jeweils fünf Millimetern – auf die Jeans zeichnen.
  2. Damit man später nicht zu viele Knoten auf der Jeans-Innenseite hat, lohnt es sich, mit einem sehr langen Faden zu arbeiten. Dabei beginnt man in der Mitte des Musters und zieht beim ersten Stich nur die Hälfte des Fadens durch. Die andere Hälfte lose hängen lassen und damit später die zweite Hälfte des Musters sticken.
  3. Mit möglichst gleichmäßigen Aufund Ab-Bewegungen der Nadel sticken. Etwa fünf Stiche auf der Nadel sammeln, bevor man den Faden durchzieht. Den Faden sehr locker sticken, insbesondere, wenn es sich um eine Stretch-Jeans handelt.
  4. Am Ende die Fadenenden auf der Innenseite der Hose mit einem Knoten sichern und etwa einen Zentimeter hinter dem Knoten abschneiden.

Flicken-Jeans

Mit bunten Webstoffen können Sie kaputte Jeans farblich aufpeppen und gleichzeitig wintertauglich machen.
Material / Werkzeug: Webstoff // Vliesofix // Schere // Bügeleisen

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  1. Stoff und Vliesofix so zuschneiden, dass sie an allen Seiten zwei bis drei Zentimeter über das Loch in der Jeans herausragen.
  2. Das Stück Vliesofix ins Hosenbein schieben und so platzieren, dass das Loch mittig darauf zu liegen kommt. Dabei zeigt die Klebeseite des Vliesofi x nach oben (zum Loch) und die Papierseite nach unten.
  3. Den Umriss des Lochs mit einem Stift auf das Vliesofix übertragen und großzügig ausschneiden.
  4. Das Hosenbein wenden, Vliesofix positionieren und aufbügeln. Abkühlen lassen.
  5. Das Trägerpapier vom Vliesofix abziehen, das Stoffstück darauf positionieren und aufbügeln. Abkühlen lassen.
  6. Wer möchte, kann die geflickte Stelle noch mit Stickgarn in Stofffarbe verzieren – zum Beispiel mit einem Sashiko-Muster.

Jeans mit Galonstreifen

Hosen mit einem Galon entlang der Außennaht sind voll im Trend. Mit Nadel und Faden kan man ausgediente Jeans in ein topmodisches Unikat verwandeln.

Material / Werkzeug: Nähnadel // Weboder Samtstreifen // Nähgarn

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  1. Der Streifen muss etwa zwei Zentimeter länger sein als die Außennaht der Jeans. Ein Ende des Streifens mit der Flamme versiegeln und direkt unterhalb des Jeansbündchens ansetzen.
  2. Mit vielen kleinen Stichen zuerst die eine Seite, dann die andere Seite des Streifens festnähen.
  3. Am unteren Ende den Streifen um den Hosenbund schlagen, innen festnähen und versäubern.

Tipp: Zuerst die eine, dann die andere Seite des Streifens festnähen. Wenn man beim Nähen von einer zur anderen Seite springt, um Zeit zu sparen, wird sich der Streifen später wölben, anstatt flach aufzuliegen.

Gefallen Ihnen unsere gepimpten Jeans? Was haben Sie schon alles mit Ihren Denims angestellt? Wir freuen uns auf Ihre Fotos und Tipps an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

von Eva Seyer

Fotos: Christina Rausch

 

 

 


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