Zeit für mich: Gesundheit und Schönheit aus dem Garten

Viele Kosmetikprodukte lassen sich mit überschaubarem Aufwand selbst herstellen. Aus Blüten oder anderen Pflanzenteilen etwa lässt sich schnell und einfach ein Ölauszug, ein sogenanntes Maszerat, herstellen. Dabei gehen die fettlöslichen Wirkstoffe aus den Pflanzen in das Öl über, das dann wiederum als Zutat für Naturkosmetik verwendet werden kann.

Und so wird’s gemacht

Zutaten / Werkzeug: Pflanzenteile // Öl (zum Beispiel Jojobaöl) // Schraubglas

  • Pflanzenteile sammeln, eventuell putzen und trocknen.
  • Sauberes Schraubglas mit den getrockneten Pflanzenteilen befüllen. Das Schraubglas sollte so groß sein, dass es gerade voll wird.
  • So viel Öl in das Gefäß gießen, dass alle Pflanzenteile vollständig bedeckt sind.
  • Das Glas etwa zwei Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und täglich einmal bewegen, um sicherzugehen, dass die Pflanzenteile vollständig von Öl bedeckt sind.
    Achtung: Nicht ins direkte Sonnenlicht stellen!
  • Das Öl-Pflanzengemisch durch ein sauberes Tuch gießen, das Öl auffangen und in ein möglichst lichtdichtes Gefäß abfüllen.
  • Tipp: Besonders bei stark duftenden Pfl anzenteilen – zum Beispiel Rosenblätter, Lavendelblüten, Kiefernnadeln – sollte ein Öl mit wenig Eigengeruch wie Jojobaöl verwendet werden. Ein solcher Ölauszug lässt sich hervorragend für Cremes oder Lotionen verwenden – oder für einen selbstgemachten Lippenbalsam. Den kann man aus nur vier Zutaten selbst herstellen.

maszerat

Mit diesen Blüten aus dem eigenen Garten kann man einen Ölauszug herstellen:

Rose
Ein Rosenöl ist schon allein aufgrund seines Dufts eine Kostbarkeit. Aber die Rose soll auch entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut wirken.

Rosenblaetter

Ringelblume
Die Inhaltsstoffe der Calendula sorgen dafür, dass Wunden schneller und besser abheilen. Auch sie wirkt entzündungshemmend.

Gänseblümchen
Im schlichten Gänseblümchen verbergen sich Wirkstoffe, die entzündungshemmend und wundheilend sind. Sogar bei Lippenherpes soll es zu einer schnellen Heilung beitragen – genau das richtige Pflänzchen für einen Lippenbalsam.

Echter Lavendel
Lavendel wirkt beruhigend – auf die Haut und aufs Gemüt. Wer Lavendelduft schnuppert, kommt zur Ruhe und kann besser einschlafen.

Lippenbalsam

naturkosmetik2

Zutaten / Werkzeug:
Sheabutter // Bienenwachs // Ölauszug // hitzebeständiges Glasgefäß // kleiner Kochtopf // kleines Döschen // Digitalwaage

  • In dem Kochtopf etwas Wasser auf etwa 50 bis 60 Grad Celsius erhitzen.
  • Etwa 6 Gramm Bienenwachs und 10 Milliliter Ölauszug in ein hitzebeständiges Glas geben und im Wasserbad langsam erwärmen, bis sich das Bienenwachs komplett aufgelöst hat.
  • Etwa 10 Gramm Sheabutter hinzugeben und so lange rühren, bis sich die Sheabutter ebenfalls aufgelöst hat.

Dann ist der Lippenbalsam auch schon fertig. Wer möchte, kann noch 5 bis 6 Tropfen ätherisches Öl hinzugeben, um den Balsam zu parfümieren. Bevor der flüssige Balsam in Döschen gefüllt wird, sollte man testen, ob die Konsistenz stimmt. Dazu einfach eine kleine Menge der Flüssigkeit auf einen Teller oder in ein Schälchen tropfen, wo sie schnell abkühlt und fest wird. Ist die Masse erkaltet, kann man die Konsistenz mit dem Finger testen: Ist der Balsam zu fest, darf noch etwas Sheabutter hinzu; ist die Masse zu weich, muss etwas mehr Bienenwachs untergerührt werden. Sobald die Konsistenz stimmt, wird der flüssige Balsam in ein kleines Döschen abgefüllt, in dem er vollständig erkalten kann.

Super-simples Kaffee-Peeling

kaffeepeeling

Wer Kaffee trinkt, muss nie wieder Peeling kaufen. Im Ernst: Kaffee eignet sich hervorragend, um die Haut richtig schön aufzupolieren. Einfach den Kaffeesatz abkühlen lassen und dann entweder mit Öl – für reichhaltige Pflege und babyweiche Haut – oder mit Duschgel – für einen erfrischenden Reinigungseffekt – vermischen. Kaffeesatz ist in der Regel so mild, dass man damit sogar problemlos die empfi ndliche Gesichtshaut abrubbeln kann. Das fertige Kaffeepeeling kann in einem sauberen Gefäß einige Tage aufbewahrt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

von Eva Seyer

Fotos: Eva Seyer/Christina Rausch


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