Mit dem Handy Blick in den Backofen.

Smartphone, Freund und Helfer

Moderne Handys: Nicht nur zum Telefonieren.

Wer kennt sie nicht, die samstäglich kehrenden Männer oder Frauen vor und hinter dem Haus? Kinder, die ein sorgfältig gepflegtes Zuhause sehen, fragen in einem Werbespot „Wann werden wir endlich Spießer?“ Ist es spießig, Haus und Hof in Ordnung zu halten?
Nein, es ist Zeichen eines ordentlichen Lebenswandels. Aber was heißt es, in Zeiten von Internet und Smartphone ein Haus in Ordnung zu halten?

Hausnotruf
Das kleine Gerät am Arm ist nicht größer als eine Uhr. Es kann Leben retten. Ältere können noch lange allein in der vertrauten Umgebung leben, wenn sie im Notfall ganz einfach Hilfe holen können. Die Pflegekasse unterstützt je nach Pflegestufe Anschaffung und Unterhalt.

Einbruchschutz
Neben mechanischem Einbruchschutz gibt es verschiedene elektronisch arbeitende Systeme, die Fenster und Türen überwachen. Es gibt kleine Lösungen, die optische oder akustische Signale geben. Auch auf das eigene Handy können bei entsprechender Programmierung automatisch Informationen gesendet werden.

Alleskönner Smartphone
Mit einem modernen Handy, einem Smartphone, lässt sich mittlerweile alles im Haus steuern: Licht, Rolläden, Heizung, Sauna. Kurz alle Funktionen, die elektrisch an und ausgeschaltet werden können.
Das sind die Funktionen für das „ferngesteuerte Haus“. Damit ist das Leistungsspektrum eines modernen Handys längs nicht erschöpft. Immer mehr Fahrgäste zeigen in den Zügen der Bundesbahn die Fahrkarte über das Display vor. Mit dem Handy gekauft, mit dem Handy gezeigt. Das mitgeführte Handy kann bei Joggern Geschwindigkeit und Streckenprofil überwachen. Außerdem mit entsprechenden Zusatzfeatures Trainingspläne überwachen.
Aber für wen ist dieser Alleskönner geeignet? Nur für technikaffine Menschen, die auch täglich mit Computern arbeiten? Weit gefehlt. Moderne Smartphones sind für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, eine große Hilfe.
Für viele Senioren ist ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden der größte Wunsch. Doch ohne fremde Hilfe fällt es vielen schwer, allein den Alltag zu meistern. Hier kann Technik helfen: Mit einer Smart-Home-Hausautomation lassen sich bestimmte Szenarien im eigenen Zuhause programmieren und unterstützen. Auch der eigene Hilferuf lässt sich mit Technik vereinfachen: Bei einem gesundheitlichen Notfall kann der Bewohner zum Beispiel mit nur einem einzigen Knopfdruck auf den Panikschalter alle Lichter und Alarmsysteme inklusiv der Tür Öffnung für den Rettungsdienst aktivieren sowie Angehörige informieren. Pflegedienste lassen sich ebenfalls eng ins Smart- Home einbinden. Smart-Home im Alltag
Schon im Alltag bedeuten vorprogrammierte Szenarien viel Komfort. Mithilfe von Sensoren fahren Rollläden beispielsweise bei starker Sonneneinstrahlung selbstständig herunter und die Heizung regelt sich automatisch.
Die frühzeitige Anschaffung von seniorengerechten Smart-Home-Lösungen bringt schon heute viele kleine Annehmlichkeiten mit sich. Leuchten mit Bewegungs- und Präsenzmeldern beispielsweise schützen Bewohner vor Stolperfallen in der Nacht. Haus- und Wohnungseigentümer sollten daher vorausschauend planen und sich mit der Einrichtung von technischen Helfern vertraut machen.
Auch das Öffnen der Tür lässt sich im Smart Home bequem regeln. Sobald es an der Wohnungstür klingelt, überträgt die Videokamera am Eingang das Live-Bild auf einen Tablet-PC, den der Benutzer im Haus hat - ein Fingerwisch genügt, um die Haustüre zu öffnen.
Smarte Technik hilft dabei, im Alter in den eigenen Wänden ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Assistenzsysteme übernehmen Routine-Jobs, helfen beim Einkaufen und alarmieren, wenn der Tagesablauf von allein wohnenden Senioren ungewöhnlich abweicht.
Wer sich die Programmierung nicht selbst zutraut, kann bei zahlreichen Dienstleistern ganze Programme kaufen, die speziell auf die jeweiligen Bedingungen abgestimmt sind.

von Günter Gleim/ Fotos: Loxone

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