Auf Spurensuche

Wanderroute nach Nobel-preisträger v. Behring benannt

Die Behringroute führt auch an alten Behringgebäuden vorbei. Archivfoto

Marburg - Er wurde am 15. März 1854 in einem kleinen Dörfchen mit dem Namen Hansdorf südöstlich von Danzig im heutigen Polen geboren, ein Mann, der bei der Spurensuche in seinem Leben Spuren hinterlassen hat: Emil von Behring.

Startpunkt Hauptbahnhof

Und wo anders könnte eine nach ihm benannte Route beginnen, die an Wissenswertes, Bedeutendes und mitunter auch nicht so Bekanntes über sein Wirken erinnern soll, als an dem Ort, in dem er vor 120 Jahren angekommen ist: am Marburger Hauptbahnhof. Dort befindet sich auch die erste von insgesamt zwölf Informationstafeln, die wie die Infoformationsbroschüre zur Route von Karin Stichnothe-Botschafter vom städtischen Kulturamt mithilfe von Dr. Ulrike Enke von der Emil-von-Behring-Bibliothek erstellt worden sind.

Bis zum Schlossberg-Labor

Über die Bahnhofstraße und die Ketzerbach bis hin zum Hauptgebäude der ehemaligen Behringwerke in der Marbach und dem ehemaligen Schlossberg-Labor am Landgrafenschloss führt der drei- bis vierstündige Weg zu Ehren des Nobelpreisträgers. Anlässlich des 161. Geburtstags von Emil von Behring (1854-1917) fand jetzt eine von der städtischen Mitinitiatorin geführte Wanderung statt, eine Tour, die aufgrund der guten Aufarbeitung und Darstellung gut auch von Individualisten nachgegangen werden kann.

Heute Biotechnologieverbund

Emil von Behring wurde 1895 Professor an der Philipps-Universität Marburg, erhielt 1901 für seine Entwicklung der Serumtherapie gegen Diphtherie den Nobelpreis. Von dem Preisgeld finanzierte er die Gründung einer pharmazeutischen Fabrik zur Herstellung des Serums: die Behringwerke, aus denen heute ein bedeutender Biotechnologieverbund geworden ist, an dem viele namhafte Unternehmen der Branche vertreten sind. Emil von Behring starb am 31. März 1917 in Marburg

mrlife/(red)/2015

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