Menschen für Menschen

Ein Verein zeigt, wie man füreinander sorgen und sich gegenseitig helfen kann

Selbst (Spinnstuben-)Tradition kommt nicht zu kurz. Foto: Cordes

Cappel - Bürgerliches Engagement und Mitwirkungsmöglichkeiten der Älteren sind eine Chance, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen und das Leben im Alter gemeinsam zu gestalten. Dazu braucht es nicht nur engagierte Menschen, sondern auch Möglichkeiten, sich überhaupt einzubringen.

Lokale, gemeinwesensorientierte Angebote

Fachleute sind sich einig, dass lokale, gemeinwesenorientierte Versorgungsangebote notwendig sind, die generationenübergreifend zu kleinräumigen Unterstützungsstrukturen führen und die Eigenverantwortung und Solidarität der Menschen vor Ort stärken. Mit anderen Worten: Lebensräume, die von Menschen für Menschen mit Leben gefüllt werden.

ABC: Aktive Bürger/innen Cappel

Ein solcher Lebensraum ist der Marburger Stadtteil Cappel, das mit gut 7000 Einwohnern größte Dorf in der Universitätsstadt an der Lahn, mit Leben gefüllt von den „Aktiven Bürger/innen Cappel“. Entstanden ist das Projekt vor gut vier Jahren als Initiative aus einer Befragung des Ortsbeirats zum Thema „Älter werden“. Inzwischen ist daraus nicht nur ein Verein geworden, sondern ein Netzwerk und eine Anlaufstelle des Für- und Miteinanders, Motto „Ältere helfen Älteren“.

Gemeinsam, selbstbestimmt und aktiv

In verschiedenen Gruppen werden Möglichkeiten geboten, Alltag und Freizeit gemeinsam mit anderen selbstbestimmt und aktiv zu verbringen: bewegen, gestalten, Kultur genießen, körperlich aktiv sein oder aber auch einfach nur gemeinsam zu Mittag essen oder Kaffee trinken: „Fast jeden Tag ist die Teilnahme an unseren ABC-Aktivitäten möglich“, berichten Vereinsvorsitzender Professor Siegfried Keil und Schriftführer Heinz Wahlers, der auch Ortsvorsteher in Cappel ist, stolz. Und die Liste der Aktivitäten kann sich sehen lassen: Sie reicht von der Kreativwerkstatt über Bürgercafé, Kultur on tour, Malen, PC-Gruppen, QiGong, Radfahren, Seniorentanz, Singkreis, Theaterspiel und Wandern bis hin natürlich zur Unterstützung.

Es geht auch ums Informieren

Bei den Aktivitäten der Bürger geht es aber nicht nur um das Tun, sondern auch um das Informieren, zum Beispiel zu Themen wie „Aktiv mit Schmerz”, „Hörprobleme” oder "Lernen im Alter”. Und da nicht nur die Jugend das Internet als Lebensraum entdeckt hat, ist das Ganze dann auch mit einem informativen und attraktiven Auftritt gestaltet: www.abc-cappel.de.

mrlife/Manfred Günther/Foto: Gesa Cordes

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