Hilfe statt Panik

Das Deutsche Rote Kreuz(DRK) und der Automobil-club ADAC schlagen Alarm: Bei einer großen Befragung kam heraus, dass nur knapp ein Drittel der Deutschen weiß, was am Unfallort zu tun ist. Zwar können fast die Hälfte der Befragten eine bewusstlose Person in die stabile Seitenlage bringen – aber nur jeder Fünfte ist in der Lage, eine lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung vorzunehmen.

Die Gründe: Bei den Meisten ist dieses Wissen verloren gegangen. Denn sie hatten einen Erste-Hilfe-Kurs als Bestandteil des Führerscheins. Und der liegt meist schon Jahre zurück. „Aber es kommen noch weitere Faktoren hinzu“, sagt Joachim Scholz, Ausbildungsbeauftragter beim DRK Kreisverband Marburg. „Viele Helfer haben Angst, etwas falsch zu machen. Dabei kann ein Helfender nicht rechtlich belangt werden.“ Das DRK habe festgestellt, dass die Bereitschaft zur Hilfe durchaus vorhanden ist. Doch bei den praktischen Fähigkeiten hapere es gewaltig. Ein Kurs im Leben sei viel zu wenig – und die Fähigkeiten würden rasend schnell veralten. „Im Ernstfall können die Meisten dann nicht kompetent helfen“, so der Tenor beim DRK. Und der Appell: „Alle fünf Jahre sollte man die Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen.“
mrlife hat sich von den Profis die „Stabile Seitenlage“ zeigen lassen, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn eine bewusstlose Person normal atmet. (Andreas Schmidt/Fotos: Rainer Waldinger)

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