Gesund macht glücklich

Wie sieht es mit der Versorgung aus?                                          

Gesundheitsreport gibt Überblick

➜ „Alt werden in der Region“:  Teil 6 Überalterung der Fachkräfte im Gesundheitssystem, aber höchste Apothekendichte Hessens

Es ist nicht der Lottogewinn oder das große Geld und auch nicht das Luxusleben in Saus und Braus – wenn die Deutschen über Glück nachdenken, dann fällt ihnen am häufigsten eines ein: ihre Gesundheit. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ vor zwei Jahren nach ihrem Verständnis von „Glück“ befragt, antworten mehr als drei Viertel der Befragten (79,8 Prozent), Glück habe man, wenn man gesund bleibe. Alles andere sei Nebensache.
Sieben von zehn (70,6 %) betonen, unter einem „glücklichen“ Leben stellten sie sich vor, dass sie selbst bis ins hohe Alter geistig und körperlich fit blieben. Die Umfrage macht darüber hinaus deutlich, dass die Vorstellung von Glück stark von der jeweiligen Lebensphase der Befragten abhängt. So zählen für Teenager überdurchschnittlich häufig gute Freunde und einen sie ausfüllendes Berufsleben zu ihrem Verständnis von Glück. Für Männer und Frauen in den Dreißigern gehört zu einem erfüllten Leben, Kinder zu haben.  Ab dem 50. Lebensjahr führen die Befragten überproportional häufig an, Glück bedeute für sie, bis ins hohe Alter gesund und fit zu bleiben (80,3  Prozent). Und die Ab-70-Jährigen bezeichnen es schließlich deutlich häufiger als die Jüngeren als großes Glück, auch im Alter kein Pflegefall zu werden.


In der Zukunft brauchen wir mehr Fachkräfte

Doch wie sieht es mit der  Versorgungssituation im Gesundheitswesen aus? Ein regionaler Gesundheitsreport, herausgegeben vom Hessischen Sozialministerium und der Kassenärztlichen Vereinigung, gibt wertvolle Hinweise auf die Versorgungssituation im Landkreis Marburg-Biedenkopf und macht dabei deutlich: Es wird künftig einen Fachkräftebedarf geben.
Er stellt aber auch Erfreuliches dar: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf befinden sich 77 Apothekenstandorte und damit die höchste Apothekendichte (3.261  Einwohner/Apotheke)  bezogen auf die Einwohner in ganz Hessen. Die beste Versorgung ist in Angelburg gewährleistet (1.778 Einwohner pro Apotheke). Am niedrigsten ist die Versorgung in Cölbe mit 6.964 Einwohnern pro Apotheke. Die Nähe zu Marburg führt hier offenkundig eher zu einem Nachteil in der Nahversorgung.
Aber auch bei den Apothekern gilt: Bis im Jahr 2020 könnte ein Nachfolgebedarf bei über einem Drittel aller Betriebsinhaber entstehen, wenn diese ihren Betrieb mit 65 Jahren aufgeben würden.

von Manfred Günther/ Foto: Fotolia

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