Zigarettenrauchen ist beliebt aber ungesund. Weg mit den Kippen.

Bisschen besser auf sich aufpassen

Wir haben eine hochentwickelte Medizintechnik.

Wir können viele Erkrankungen genau diagnostizieren und passgenaue Therapien einleiten. Aber diese moderne Technik kommt in den meisten Fällen erst zum Einsatz, wenn schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen. So funktioniert unsere hochentwickelte Medizin. Ich möchte den mrlife-Lesern Ratschläge geben, die weit vorher ansetzen. Also bevor ernsthafte Erkrankungen vorliegen.
Jeder Mensch verfügt über eine eigene Körperwahrnehmung, mögliche Erkrankungen schon in einem frühen Stadium zu erkennen. Man muss keine große Wissenschaft, keine Erbsenzählerei daraus machen. Man muss sich mögen und kennen, dann geht erst mal Vieles ohne Arzt.

1. Das Körpergewicht sollte nach einer groben Formel in Kilogramm ungefähr so hoch sein, wie die Körpergröße in Zentimetern einen Meter übersteigt. Häufig wird heute auch der Body Mass Index (BMI) angegeben, der sich etwas komplizierter aus dem Körpergewicht geteilt durch die Körperlänge im Quadrat errechnet (kg/m²). Ein Wert zwischen 18,5 und 25 gilt hier als normal. Also ab und zu auf die Waage steigen.


2. Die Ernährung ist die Basis für einen funktionsfähigen Körper. Besonders Kinder sollten frühzeitig lernen, wie man  sich gesund ernährt . Grundsätzlich ist eine abwechslungsreiche Mischkost zu empfehlen. Und vor allem sollte dem Körper nicht zu viel Zucker zugeführt werden. Zucker macht dick und krank. Vor allem in gesüßten Getränken stecken oft große Mengen.


3. Wer durch seinen Beruf wenig Bewegung hat, sollte -  mindestens dreimal wöchentlich -  durch zügige Spaziergänge einmal ins Schwitzen kommen. Ideal ist regelmäßiges aber nicht bis an die Belastungsgrenze gehendes Joggen, bei dem der Puls kontrolliert werden sollte. Der Herzschlag lässt sich leicht mit dem Finger an der Halsschlagader oder am Handgelenk abnehmen. Eine Dauerbelastung bei einem Puls von nicht mehr als 135 ist für (Herz-) Gesunde ungefährlich und hat einen guten Trainingseffekt.  Bei gesunden jüngeren und trainierten Menschen kann sich ein Wert bis zu 180 einstellen, der jedoch wenige Minuten nach der Belastung auf etwa 100 absinken sollte. Ein nur langsames Absinken oder gar Rhythmusstörungen (Herzstolpern) sollten ärztlich untersucht werden.   Ebenso sollten ältere untrainierte Patienten oder solche mit einer bekannten Herzkrankheit ihre Leistungsgrenzen einmal mit einem Arzt abstimmen und daran ihre sportlichen Aktivitäten orientieren. Als Faustregel gilt, dass man sich auch beim Laufen noch unterhalten können sollte.


4. Wer beim längeren Gehen Schmerzen im Becken oder in den Beinen bekommt, sollte über den Fußpuls prüfen, ob die Beine ausreichend durchblutet werden. Der Fußpuls ist nicht so leicht zu tasten wie der Pulsschlag am Hals. Zwischen Achillessehne und Innen- oder Außenknöchel gibt es tastbare Arterien. Das muss jeder in Ruhe für sich selbst ausprobieren.  Auf jeden Fall gibt der Fußpuls Aufschluss da-rüber, ob die Durchblutung in Ordnung ist.

5. Der Blutdruck sollte regelmäßig kontrolliert werden. Das geht auch mit preiswerten Geräten, die es in Drogerien und Apotheken zu kaufen gibt. Man kann ein solches Gerät einmal mit zum Blutdruckmessen beim Hausarzt nehmen und die Abweichung von der professionellen Messung bei den eigenen Messungen einrechnen. Ein Wert von 140/80 sollte dauerhaft nicht überschritten werden..

6. Wer häufig Schwindelattacken bekommt, manchmal kurzzeitig keine Kraft oder kein Gefühl in Armen oder Beinen hat oder, wer bei geringer Belastung Schmerzen oder Druck in der Brust verspürt, sollte sich zügig in ärztliche Behandlung begeben. Hier können sich schwerwiegende Hirn- (Schlaganfall) oder Herzerkrankungen (Herzinfarkt) ankündigen.

 

von Prof. Rainer Moosdorf; Fotos: Günter Gleim

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