Fair gehandelte Getränke

Elke Schwonke-Körner (links) und Carmen Müller bedienen ihre Gäste mit Engagement, Herz und Leidenschaft für die Sache.

Cafe Fair in Gladenbach

Verschiedene Teesorten, Kaffeespezialitäten, Kaltgetränke – aber auch Sekt,Rot- und Weißwein findet der Gast im Gladenbacher Café Fair.  In den hellen und freundlichen Räumlichkeiten zwischen dem neu gestalteten Stadtmittelpunkt „Platz am Alten Amtshaus“ und der Marktstraße entdecken Gäste, die sich fair gehandelte Getränke zu schätzen wissen, ein umfangreiches Sortiment.
„Übrigens, wir haben auch Kuchen, aus regionaler Herstellung“, informiert Carmen Müller. Sie gehört zu dem kleinen Personalstamm, der während der regulären Öffnungszeiten für Besucher da ist. Wenn man weiß, dass alles ehrenamtlich gestemmt wird, hat man Verständnis für die straffen Öffnungszeiten:  Derzeit kann das Café Fair aus personellen Gründen nur freitags und samstags zwischen 10 und 18 Uhr seine Gäste bedienen.
Als der Gladenbacher Weltladen in größere Räume zog, vom Marktplatz in die Marktstraße, schlug die Stunde des Café Fair. Unter dem selben Dach, aber als separate Einrichtung öffnete das Café am 7. Dezember seine Pforten. Mit vielen Arbeitsstunden machten rund 13 Personen mit hochgekrempelten Ärmeln und viel Idealismus die Räumlichkeiten zu dem, was man heute sieht: Ein  gepflegtes Ambiente, alles neu hergerichtet, ansprechend möbliert, liebevoll dekoriert.
Carmen Müller und Elke Schwonke-Körner sind die Managerinnen des Café Fair. Im Ehrenamt. Beide investieren merklich Leidenschaft in das Objekt. Um die Einrichtung bekannter und populärer zu machen, werden regelmäßig Veranstaltungen organisiert: Krimi-Lesungen, Vernissagen, kleine Konzerte. Denn technische Voraussetzungen sind da. „Das wird gut angenommen,“ berichtet das engagierte Team.
Eine zusätzliche Ausrichtung ist, das Café als außerschulischen Lernort für fairen Handel zu präsentieren. Referenten informieren zielgruppen- und altersgerecht alle Interessierten über die Themen des fairen Handels und seine Aspekte, sodass auch Schulklassen sich dort zu Lernzwecken einfinden können.
Eindrucksvoll auch das Konzept des Cafés als Treffpunkt für jedermann. Dort soll sich der Gast richtig wohlfühlen. Barrierefrei vom neuen Parkplatz aus erreichbar, können auch Menschen mit Behinderungen oder Gehhilfen die Räume des Café Fair erreichen. Kommen Mütter mit Babys, so ist im Toilettenbereich sogar ein Wickeltisch verfügbar.
Überhaupt ist die Konzeption des Cafés komplett durchdacht. So gibt es einen Begegnungstisch mit sechs Plätzen. Nimmt dort jemand Platz, so setzt er ein Signal, dass er am Tisch auch gern Gesellschaft hat.
Eine Vision gibt es aber noch für Carmen Müller und Elke Schwonke-Körner: Die Ausweitung der Öffnungszeiten. Die Bereitschaft zur Hilfe im Ehrenamt ist dafür erforderlich. „Wir freuen uns über Menschen, die sich eine Unterstützung des Cafés vorstellen könnten.“
Tatsächlich wurde das Café Fair hauptsächlich durch die Evangelische Kirche, aber zusätzlich auch durch Spenden finanziert: Geldinstitute, aber auch Privatpersonen waren vorwiegend diejenigen, die hier einen Beitrag leisteten.
Kein einfacher Weg, sodass weitere Unterstützung gern gesehen ist. Durch Zuwendungen – aber auch durch Zupacken. Kontakt: www.weltladen.de/gladenbach, www.facebook.com/weltladenhinterland.

von Angela Heinemann

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