Auto im Alltag

Diesmal im Test: Opel Adam als Cabrio Open Air mit doppelt aufgeladenen 90 Turbo-PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Opel Adam, hier als 90-PS-Turbo-Cabrio mit automatischem Faltdach aus Stoff. Foto: Koch

Mit dem Adam ist Opel im Umfeld etwa von Fiat 500, Ford Ka, Hyundai i10, Kia Picanto oder Toyota Yaris unterwegs. Wir haben den pfiffigen Kleinwagen der Rüsselsheimer jetzt als handgeschaltetes Open-Air-Cabrio und drittstärksten von sechs Benzinern gefahren.

Außen & Innen

Der knapp 3,7 Meter lange Lifestyle-Dreitürer kommt solide verarbeitet daher, mutet für seine Klasse, in der sich alles mehr oder weniger am viel teureren Mini orientiert, recht wertig an. Man sitzt gut. Platz ist bei rund 2,3 Metern Radstand vorn noch ganz ordentlich vorhanden. Im Fond des Viersitzers mit dem Faltdach aus Stoff geht es dagegen deutlich beengter zu. Das Gepäckabteil hinter der schmalen Öffnung und der höheren Ladekante fasst immerhin 170 bis dachhoch bei vorgeklappter Rücksitzlehne 663 Liter. Die Sicht nach hinten ist etwas eingeschränkt. Die Bedienung im sonst weitgehend übersichtlichen Cockpit mit dem griffigen Lenkrad fällt leicht. Vorsicht bei den beiden größeren Türen insbesondere in engen Parklücken!

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Dreizylinder handelt es sich um einen spritzigeren 1,0-Liter-Turbo mit 90 PS und 170 Newtonmetern über ein relativ breites Band von 1800 bis 3700 Touren. Er macht diesen Opel, in dem es wegen des Stoffdachs bei höheren Geschwindigkeiten etwas lauter werden kann, in der Spitze bis Tempo 180 schnell. Nicht üblich ist, dass es in so kleinen Autos eine Schaltung mit sechs Gängen gibt, die sogar gut abgestuft ist. Die in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritspartechnik zumindest im Datenblatt so angegebenen knapp unter viereinhalb Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach wechselnden Stadt-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrprofilen doch 6,5 Liter angezeigt  

Dynamik & Sicherheit

Der Benziner schiebt diesen leer über 1150 Kilo schweren Frontantriebler flott voran. Das Fahrwerk federt ausreichend komfortabel, ohne unsportliche zu wirken. Die Fahrleistungen gehen für die Bereiche, in denen der Adam unterwegs ist, in Ordnung. Die elektrische Servolenkung ist mit leichtgängigerem City-Modus verknüpft, was praktisch ist, denn der Wendekreis könnte durchaus kleiner sein. Die Bremsen verzögern standfest. Seiten-, Kopfairbags, Kindersitzhalterungen und neben dem elektronischen Stabilitätsprogramm eine Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseingriff tragen bereits zum Standard-Insassenschutz bei.

Serie & Extras

Noch neun (!)  Varianten über dem Basismodell gibt es. Das Cabrio hat etwa außer Tempomat, Klimaanlage, Radio, Lederlenkrad, 16-Zoll-Leichtmetallrädern mit 195er-Reifen und eben dem Faltdach noch Chrom-Paket, Polsterkombination aus Stoff und Ledernachbildung und die persönliche Online- und Serviceassistenz an Bord. Die aufpreispflichtigen Sonderwünsche reichen hier vom Interieur-Farbpaket für 110 Euro über Smartphone-Einbindung für 350 Euro, automatische Parkassistenz für 580 Euro und Wellness-Paket unter anderem mit Sitz- und Lenkradheizung für 615 Euro bis zur Navigation mit Siebenzoll-Touchscreen-Farbmonitor für 850 Euro hinauf.   

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 18 130 Euro, ist für einen Kleinwagen nicht ganz billig. Dafür fährt ein modisches Stadtauto vor, das nicht zuletzt mit Blick auf eine jüngere Klientel stark auf Individualisierung setzt. Ab 12 135 bis 20 430 Euro sind in der Baureihe hoch bis zum Rocks S noch fünf weitere Benziner mit 70 bis 150 sowie eine Autogasvariante mit 87 PS zu haben

Datenblatt

Motor: Dreizylinder-Turbobenziner. Hubraum: 1,0 Liter. Leistung: 66/90 kW/PS. Maximales Drehmoment: 170/1800-3700 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,5 Liter pro 100 Kilometer, 101-100 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,4-4,3 Litern Mixverbrauch. Preis: 18 130 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

3. April 2018

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