Auto im Alltag

Diesmal im Test: Fiat 500L als 120-PS-Diesel mit Cross-Paket

Von Günther Koch/Life-Magazin

Fiat 500L, hier als 120-PS-Diesel mit Cross-Ausstattung. Foto: Koch

Mit dem 500L ist Fiat im Umfeld etwa des neuen Citroën C3 Aircross oder des B-Max von Ford unterwegs. Wir haben den im Retrodesign gestylten Minivan der Italiener jetzt als handgeschalteten Spitzendiesel in Cross-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

In aktueller Auflage ist der fünftürige Fünfsitzer 2017 leicht überarbeitet worden, kommt auf inzwischen knapp 4,3 Metern Länge solide verarbeitet und für die Kleinwagen-Klasse durchaus standesgemäß anmutend daher. Bei nun schon über 2,8 Metern Radstand ist selbst im Fond ganz ordentlich Platz vorhanden. Vor allem die Kopffreiheit kann sich sehen lassen. Im Kofferraum hinter der verschiebbaren Rückbank lassen sich mittlerweile 412 bis 1375/1480 Liter Gepäck verstauen. Im recht übersichtlich gestalteten Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen einigermaßen kultivierten 1,6-Liter mit 120 PS und durchzugsstärkeren 320 Newtonmetern schon früh ab unter 2000 Touren. Der Selbstzünder macht diesen Fiat in der Spitze bis Tempo 183 schnell. Ein passabel abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik zumindest im Datenblatt so angegebenen 4,3 Liter haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach wechselnden Stadt-, Landstraßen- und eher moderaten Autobahnfahrprofilen 5,6 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt den leer 1485 Kilo schweren Frontantriebler flott voran. Das eher Richtung Komfort ausgelegte Fahrwerk könnte harmonischer sein, die elektrische Servolenkung mit City-Funktion direktere Rückmeldung geben. Die Scheibenbremsen sorgen für standfeste Verzögerung. Der doch größere Wendekreis schränkt die Beweglichkeit ein. Unter anderem bereits elektronische Traktionskontrolle, Bergabfahrhilfe, Seitenairbags, Kopfairbags selbst hinten, Kindersitzhalterungen und Notbremsassistenz tragen zum Standard-Insassenschutz bei.    

Serie & Extras

Bei Cross als der höheren von zwei Ausstattungen, in denen der 500L zu haben ist, gehören neben Klimaanlage, Multifunktionslederlenkrad, Tempomat und 17-Zoll-Leichtmetallrädern mit 225er-Reifen etwa auch das Touchscreen-Radio mit digitalem Audioempfang, Vernetzung und Siebenzoll-Bildschirm schon zum Grundumfang. Die Liste der aufpreispflichtigen Sonderwünsche reicht in diesem Fall etwa von der Smartphone-Einbindung für 200 Euro über das Smart-Paket mit Parksensoren hinten und Rückfahrkamera für 600 Euro,  Navigation für ebenfalls 600 Euro und Zweifarblack für 1000 Euro bis zum 1500 Euro teuren Lederpaket hinauf.  

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 22 240 Euro, ist für einen Wagen dieser Klasse nicht ganz billig. Dafür fährt ein relativ geräumiger Minivan vor, der zeigt, was aus einem kleinen Fiat, dem 500er, alles werden kann, auch wenn die Unförmigkeit doch zu wachsen scheint, je größer die Varianten werden. Ab 16 990 Euro findet sich der 500L noch als Benziner mit 95, 105 und 120 sowie als kleinerer Diesel mit 95 PS in der Liste. 

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: 88/120 kW/PS. Maximales Drehmoment: 320/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 183 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,6 Liter pro 100 Kilometer, 114 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,3 Litern Mixverbrauch. Preis: 22 240 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

19. Februar 2018

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