Auto im Alltag

Diesmal im Test: Jeep Compass als 140-PS-Benziner Limited

Von Günther Koch/Life-Magazin

Beim Jeep Compass, hier nicht das Testmodell, handelt es sich um ein Kompakt-SUV. Foto: Jeep

Mit dem Compass ist die zum italienisch-amerikanischen Konzern Fiat Chrysler Automobiles gehörende Geländewagenmarke Jeep im hart umkämpften Segment der Kompakt-SUV unterwegs. Dort muss er sich insbesondere gegen Wettbewerber wie Opel Mokka X oder VW T-Roc behaupten. Wir haben ihn jetzt als handgeschalteten Basisbenziner in Limited-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage, die nicht nur in die Fußstapfen seines Vorgängers, sondern auch in die des Patriot tritt, ist bei uns seit 2017 auf dem Markt, kommt auf knapp 4,4 Metern Länge solide verarbeitet daher, mutet innen, zumal in dieser Ausstattung, recht wertig an. Platz ist bei über 2,6 Metern Radstand selbst im Fond noch ganz ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst erweiterbare 438 Liter. Im insgesamt recht übersichtlichen Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen zwar kultivierten, aber nicht ganz so durchzugstarken 1,4-Liter mit 140 PS und 230 Newtonmetern. Er macht diesen Jeep in der Spitze bis Tempo 192 schnell. Ein gut abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik zumindest im Datenblatt so angegebenen 6,2 Liter Mixverbrauch haben wir zwar nicht erreicht, lagen am Ende nach gemischten Stadt-, Landstraßen- und eher moderaten Autobahnfahrprofilen ohne größere Lastwechsel mit 6,6 Litern aber auch nicht sehr weit entfernt davon. 

Dynamik & Sicherheit

Der Benziner müht sich etwas, den leer doch bis 1611 Kilo schweren Frontantriebler, in dem es innen relativ geräuscharm zugeht, in Schwung zu bringen. Auf der Straße ist man alles in allem ziemlich komfortabel unterwegs, auch wenn das Fahrwerk einen durchaus strafferen Eindruck hinterlassen hat. Die elektrisch unterstützte Servolenkung gibt ausreichend Rückmeldung von der Straße. Die Bremsen packen standfest zu. Unter anderem Auffahrwarnung und Spurhaltehilfe tragen neben den normalen anderen Sicherheitsfeatures bereits zum Standard-Insassenschutz bei. 

Serie & Extras

Bei Limited als zweithöchster von insgesamt vier Ausstattungen gehören neben Audiosystem, Tempomat, Dachreling und Einparkhilfe hinten etwa auch LED-Signatur-Licht, Zweizonen-Klimaautomatik, Siebenzoll-Touchscreen, Smartphone-Einbindung, Sitze in Stoff/Leder-Kombination, Sitzheizung, beheizbares Lenkrad und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen schon zum Grundumfang. Eine ganze Reihe von Elektronikhilfen ist lieferbar. Aufpreispflichtige Sonderwünsche reichen hier bis zu 1690 Euro teuren Optionspaketen für Navigation, Sound, Premium, Parken und Sicht hinauf.   

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 29 700 Euro, ist kein Schnäppchen. Dafür fährt eine Art Grand Cherokee im schicken Kleinformat mit modernen aktiven Sicherheits- und Schutzfunktionenvor. Ab 24 900 bis 38 700 Euro sind in der Baureihe noch ein weiterer Benziner mit 170 PS sowie drei Diesel mit 120, 140 und 170 PS. Auch Allrad mit speziellen Einstellungen für verschiedene Beschaffenheiten des Untergrunds von Schnee über Sand und Matsch bis hin zur Kriechgeschwindigkeit auf felsigem Boden, dazu ohne und, ebenfalls beim Trailhawk-Spitzenmodell, mit Geländeuntersetzung ist möglich.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Benziner. Hubraum: 1,4 Liter. Leistung: 103/140 kW/PS. Maximales Drehmoment: 230/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 192 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,6 Liter pro 100 Kilometer, 143 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,2 Litern Mixverbrauch. Preis: 29 700 Euro.

KoCom/Fotos: Jeep

5. Februar 2018

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