Auto im Alltag

Diesmal im Test: Ford Edge als 180-PS-Allraddiesel Titanium

Von Günther Koch/Life-Magazin

Ford Edge, hier als 180-PS-Allraddiesel in Titanium-Ausführung. Foto: Koch

Mit dem Edge hat Ford über dem kleinen EcoSport, dessen Neuauflage gegen Ende Februar zu den Händlern kommt, und dem kompakten Kuga bei uns auch noch ein größeres SUV-Modell im Programm. Es tritt im Umfeld etwa von Kia Sorento, Hyundai Santa Fe, Skoda Kodiaq oder Renault Koleos an. Wir haben es jetzt als handgeschalteten Basisturbodiesel mit Allrad in Titanium-Ausführung zur Probe gefahren. 

Außen & Innen

Der fünftürige Fünfsitzer ist bei uns seit 2016 auf dem Markt, kommt auf rund 4,8 Metern Länge sauber verarbeitet daher, mutet für sein Segment recht wertig an. Platz ist bei über 2,8 Metern Radstand selbst im Fond noch ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst stattliche 602 bis 1847 Liter. Die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. Weil sich das Cockpit auch bei Ford nun übersichtlicher präsentiert, ist die Bedienung rasch im Griff.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen kultivierten 2,0-Liter mit 180 PS und durchzugsstarken 400 Newtonmetern ab 2000 Touren. Der Selbstzünder macht diesen Ford in der Spitze 200 Stundenkilometer schnell. Ein ganz gut abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik zumindest im Datenblatt so angegebenen knapp unter sechs Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach wechselnden Stadt-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrprofilen 7,3 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt den leer 1912 Kilo schweren Edge, der Lasten bis 2,2 Tonnen ziehen kann, insgesamt flott voran. Wirkt er zunächst etwas schwerfällig, geht er, einmal auf Touren, leichtfüßiger zu Werke, vermittelt ein erhabenes Fahrgefühl mit kaum Geräuschkulisse innen. Der Allrad ist mit permanent geregelter Drehmomentverteilung kombiniert. Das Fahrwerk verbindet gelungen Sportlichkeit und Komfort miteinander. Die in diesem Fall verbaute Adaptivlenkung gibt ausreichend Rückmeldung. Die Scheibenbremsen packen standfest zu. Fahrspur-, Fahrspurhaltehilfe, Müdigkeits-, Distanz-, Auffahrwarner, aktive Notbremsassistenz und Verkehrszeichenerkennung tragen bereits zum Standard-Insassenschutz bei. 

Serie & Extras

Bei Titanium als mittlerer von drei Ausstattungen gehören neben dem sprachgesteuertem Kommunikations- und Unterhaltungssystem mit AppLink und Achtzoll-Touchscreen-Monitor, Zweizonen-Klimaautomatik, Multifunktionslederlenkrad, Rückfahrkamera und 19-Zoll-Leichtmetallrädern mit 235er-Reifen etwa auch Sportsitze, Lenkradheizung, Navigation, Digitalempfang, und Parkpilot schon zum Grundumfang. Aufpreispflichtige Sonderausstattungen wie Business-Paket mit LED-Scheinwerfern, Design-Paket mit elektrischem Panorama-Schiebedach, dazu Leder, Adaptivtempomat und Frontkamera haben den Grundpreis des Testwagens auf fast 56 500 Euro erhöht.    

Preis & Leistung

Billig ist die Anschaffung, hier ab mindestens 46 600 Euro, nicht. Dafür fährt ein US-amerikanisch durchaus formschön gestylter und mehr premiumorientierter SUV vor. Die Baureihe beginnt preislich bei 42 900 Euro, geht hoch bis 52 550 Euro. Als einzige Alternative steht motormäßig bislang lediglich noch ein stärkerer Allraddiesel mit 210 PS und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 132/180 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 200 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 7,3 Liter pro 100 Kilometer, 149 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,8 Litern Mixverbrauch. Preis: 46 600 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

19. Januar 2018

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