Auto im Alltag

Diesmal im Test: Audi Q3 als stärkster Diesel Sport mit 184 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Audi Q3, hier als Quattro-Spitzendiesel Sport mit 184 PS. Foto: Koch

Mit dem Q3 ist Audi im Umfeld etwa von BMW X1, Mercedes GLA oder Volvo XC40 unterwegs. Wir haben das kompakte SUV-Modell der Ingolstädter jetzt als Quattro-Spitzendiesel mit Doppelkupplungsgetriebe in Sport-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage ist bei uns seit 2015 auf dem Markt, kommt auf rund 4,4 Metern Länge sauber verarbeitet daher, mutet für die untere Premium-Mittelklasse wertig an. Ein- und Ausstieg gestalten sich bequem. Man sitzt sehr gut. Platz ist dank über 2,6 Metern Radstand selbst im Fond ganz ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst so schon bemerkenswerte 460 Liter, klappt man die teilbaren Lehnen der Rücksitze um, sind es sogar 1365. Im sportlich-funktionell gestalteten Cockpit fällt die Bedienung ziemlich leicht. Die Sicht nach hinten könnte noch besser sein.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen recht kultivierten 2,0-Liter mit 184 PS und durchzugsstärkeren 380 Newtonmetern ab deutlich unter 2000 Touren. Der Selbstzünder macht diesen Audi in der Spitze fast bis zu 220 Stundenkilometer schnell. In diesem Fall überträgt eine prima abgestufte Siebengang-Doppelkupplungsbox die Kraft auf die Räder. Die zumindest im Datenblatt in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparautomatik so angegebenen bis maximal fünfeinhalb Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach gemischten Stadt-, Landstraßen- und Autobahnfahrprofilen 6,3 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt den leer 1700 Kilo schweren Wagen, der Lasten bis 2000 Kilo ziehen kann, flott voran. Dank Permanentallrad mit radselektiver Momentensteuerung lassen sich sogar Ausflüge ins Gelände wagen. Der Komfort beim Fahren liegt auf hohem Niveau. Das Fahrwerk ist ab Werk mit Fahrdynamikregelung kombiniert. Die elektromechanische Servolenkung gibt ausreichend Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, sorgen für standfeste Verzögerung. Ab Werk tragen unter anderem Seitenairbags vorn, ein durchgehendes Kopfairbagsystem sowie Berganfahrhilfe schon zum Standard-Insassenschutz bei.

Serie & Extras

Über dem Basismodell gibt es noch die Sport- und die Designline. Im Sportpaket gehören etwa Xenon-Plus-Scheinwerfer, Sportsitze, Sportlederlenkrad, Klimaanlage, Aluminiumoptik im Interieur und Radio zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Technologiepaket mit Navigation und Digitalempfang, dann S-Line-Selection mit LED-Scheinwerfern, speziellem Exterieur und 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit 235er-Reifen, dazu Alcantara/Leder-Kombination, Elektronikhilfen wie der aktiven Spurhalteassistenz und Dämpferreglung fürs Fahrwerk sowie zahlreiche andere Features haben den Grundpreis unseres Testwagens auf über 54 000 Euro erhöht.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 40 950 Euro, ist nicht ganz billig. Dafür fährt ein auch für längere Strecken taugliches, dazu wirtschaftliches und wertstabiles Premium-SUV-Kompaktmodell vor. Ab 28 700 bis 42 200 Euro sind noch drei Turbobenziner mit 125 bis 220 und zwei weitere Turbodiesel mit 120 und 150 PS zu haben. Auch Frontantrieb ist möglich. Der RS Q3 mit 340 und 367 PS stand zuletzt ab 57 000/61 000 Euro in der Liste.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 135/184 kW/PS. Maximales Drehmoment: 380/1750-3000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 219 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,3 Liter pro 100 Kilometer, 144-136 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,5-5,2 Litern Mixverbrauch. Preis: 40 950 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

27. November 2017

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