Auto im Alltag

Diesmal im Test: Audi Q2 als Diesel in Sport-Ausführung

Von Günther Koch/Life-Magazin

Audi Q2, hier als 190-PS-Allraddiesel in Sport-Ausführung. Foto: Koch

Bei den Premiumherstellern fällt es schwer, einen direkten Konkurrenten für Audis Q2 zu benennen. Den Countryman der BMW-Tochter Mini vielleicht, denn günstigere Modelle wie Peugeot 2008 oder Renault Captur spielen auch preislich in einer kaum vergleichbaren, weil niedrigeren Liga. Wir haben das im Kleinwagensegment angesiedelte fünftürige SUV der Ingolstädter jetzt als stärksten Diesel mit Allrad und Automatik in Sportausführung gefahren.

Außen & Innen

Der Q2 ist erst seit November 2016 auf dem Markt. Er kommt auf knapp 4,2 Metern Länge sauber verarbeitet daher, mutet wertig an. Platz ist bei fast 2,6 Metern Radstand selbst im Fond für ein Auto dieser Größe noch passabel vorhanden. Im Kofferraum der Allradvarianten lassen sich 355 bis dachhoch 1000 Liter Gepäck verstauen, wenn die Rücksitzlehne umgeklappt ist. Sonst sind es 405 bis 1050 Liter. Im insgesamt noch recht übersichtlichen Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff.  

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen ziemlich kultivierten 2,0-Liter mit 190 PS und durchzugsstärkeren 400 Newtonmetern ab 1900 bis 3300 Touren. Der Selbstzünder macht diesen Audi in der Spitze bis zu 218 Stundenkilometer schnell. Eine gut abgestufte Siebengang-Doppelkupplungsbox überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparfunktion im Datenblatt zumindest so angegebenen um die fünf Liter haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach gemischten Stadt- und Landstraßenfahrprofilen sowie abschließend zügigerer Autobahnfahrt doch 7,1 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt diesen leer 1555 Kilo schweren Permanentallrad alles in allem flott voran. Das optionale Fahrwerk mit Dämpferregelung hat unterm Strich einen genauso komfortablen wie sportlichen Eindruck hinterlassen. Der Vierradantrieb erhöht mit der Traktion die Stabilität beim Fahren. Die Progressivlenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Unter anderem das radarbasierte Sensorsystem zum Erkennen kritische Situationen mit anderen Fahrzeugen und querenden Fußgängern vor dem Auto, Bremsassistenz und Tempomat samt Begrenzer tragen bereits zum hohen Standard-Insassenschutz-Niveau bei.

Serie & Extras

Neben dem Basismodell und der eher designorientierten Version findet sich auch die mehr sportliche in der Liste. Bei ihr gehören etwa Sportsitze und Lederlenkrad zum Grundumfang. Sonderausstattungen von der Klimaautomatik über Rückfahrkamera,  Technologiepaket mit virtuellem Cockpit, Smartphone-Einbindung, Navigation, dazu Soundpaket, 19-Zoll-Leichtmetallräder mit 235er-Reifen und Assistenzpaket mit verschiedenen Elektronikhilfen bis hin zu Leder und Voll-LED-Scheinwerfern haben den Bruttogrundpreis des Testwagens auf fast 54 000 Euro erhöht.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier ab 36 350 Euro, ist teuer. Dafür fährt ein nicht zuletzt in Sachen Digitalisierung und Vernetzung überaus modernes Klein-SUV-Modell vor. Der Q2 als aktuell kleinstes Mitglied der Q-Familie von Audi ist noch als Benziner mit 116, 150 und 190 sowie ebenfalls als Diesel mit 116 und 150 PS zu haben. Auch reiner Frontantrieb ist möglich.  

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 140/190 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1900-3300 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 218 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 7,1 Liter pro 100 Kilometer, 134-128 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,1-4,9 Litern Mixverbrauch. Preis: 36 350 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

13. November 2017

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