Auto im Alltag

Diesmal im Test: Kia Ceed als 136-PS-Diesel GT Line

Von Günther Koch/Life-Magazin

Kia Cee‘d, hier als Diesel-Fünftürer GT-Line mit 136 PS. Foto: Kia

Mit dem Cee’d ist Kia in der hart umkämpften VW-Golf-Klasse im Umfeld etwa von Citroën C4, Ford Focus, dem baugleichen i30 der Konzernschwester Hyundai, Honda Civic, Mazda3, Opel Astra, Peugeot 308, Seat León, Skoda Octavia, Renault Mégane oder Toyota Auris unterwegs. Wir haben das Kompaktmodell der Koreaner jetzt als einzigen Diesel mit GT-Line-Paket und Automatik zur Probe gefahren.  

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage hat 2016 ein dezentes Facelift erhalten, kommt auf gut 4,3 Metern Länge mit schnittigem Design, solide verarbeitet und insgesamt wertiger anmutend daher. Selbst im Fond ist bei über 2,6 Metern Radstand mittlerweile noch ganz ordentlich Platz vorhanden. Das Gepäckabteil fasst inzwischen 380 bis 1318 Liter. Das Cockpit wirkt aufgeräumt. Auch die Bedienung ist deshalb rasch im Griff. Bloß die Sicht nach hinten bleibt etwas eingeschränkt.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen nun kultivierteren 1,6-Liter mit 136 PS und durchzugsstärkeren 300 Newtonmetern schon früh ab deutlich unter 2000 Touren.  Der Selbstzünder macht diesen Kia in der Spitze 200 Stundenkilometer schnell. Eine gut abgestufte Siebengang-Doppelkupplungsbox überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik so zumindest im Datenblatt angegebenen knapp über vier Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach eher moderaten und gemischten Fahrprofilen immer noch akzeptable 5,3 Liter angezeigt. 

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel treibt den leer um 1400 Kilo schweren Frontantriebler jetzt flotter voran. Das Fahrwerk hat einen komfortablen Eindruck hinterlassen, ohne unsportlich zu wirken. Die elektrische Servolenkung, gekoppelt an die praktische Gegenlenkunterstützung und Möglichkeit der Lenkdrehmoment-Einstellung Normal, Komfort und Sport , könnte noch etwas direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, sorgen für standfeste Verzögerung. Das Insassenschutz-Niveau ist schon in der Grundausstattung ziemlich hoch.  

Serie & Extras

Fünf Ausstattungen ohne Sondermodelle gibt es mit GT-Line als zweithöchster. Bei ihr sind neben Klimaanlage, CD/MP3-Radio, Tempomat samt Begrenzer, beheizbarem Lederlenkrad, Sitzheizung und Parksensoren hinten etwa auch spezielle Stoßfänger, Sport-Seitenverkleidung, Aluminium-Sportpedale, Applikationen in Klavierlackoptik und Softtouch-Schwarz, Auspuff mit Doppelendrohr und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen. Doppelkupplungsgetriebe, Metalliclackierung, Performance-, Technologie- und Pilotpaket haben den Grundpreis des Testwagens um rund 6000 Euro erhöht.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier laut Liste ab 24 840 Euro, ist nicht ganz billig. Dafür fährt  ein deutlich emotionaleres  Kompaktmodell vor. Und die Kia-typischen sieben Jahre Garantie sind ein Wort. Ab 14 990 bis 31 140 Euro stehen sonst in der Baureihe noch drei Benziner mit 100, 120 und 135 PS zur Wahl. Es gibt ferner den Sportswagon-Kombi SW sowie die sportlicheren Pro Cee’d, Cee’d GT und Pro Cee’d GT.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: 100/136 kW/PS. Maximales Drehmoment: 300/1750-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 200 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,3 Liter pro 100 Kilometer, 109 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,2 Litern Mixverbrauch. Preis: 24 840 Euro.

KoCom/Fotos: Kia

16. Oktober 2017

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