Auto im Alltag

Diesmal im Test: BMW 320d als Sport-Line-Limousine mit 190 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

BMW 3er, hier als Diesellimousine 320d mit Sport-Line-Paket und xDrive-Allrad. Foto: Koch

Die Konkurrenz vom Audi A4 über Jaguar XE und der C-Klasse von Mercedes-Benz bis hin zum Volvo S60 ist zwar übersichtlich, aber sicher nicht ohne. Trotzdem ist der BMW 3er in der Premium-Kompaktklasse überaus selbstbewusst unterwegs. Wir haben ihn jetzt als viertstärksten Diesel 320d mit Automatik, Allrad und Sport-Line-Paket gefahren.  

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage ist seit Sommer 2015 am Start, kommt designmäßig nachgeschärft und noch mehr auf Dynamik getrimmt in sechster Generation auf 4,63 Metern Länge ebenfalls sauber verarbeitet daher, mutet wertig an. Platz ist bei 2,81 Metern Radstand selbst im Fond ganz ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst immerhin noch 480 Liter. Die Bedienung im sportlich-funktionellen Cockpit ist rasch im Griff. Die Rundumsicht könnte besser sein. 

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen kultivierten 2,0-Liter mit 190 PS und kräftigeren 400 Newtonmetern schon früh ab unter 2000 Touren. Der Selbstzünder macht diesen BMW in der Spitze 228 Stundenkilometer schnell. Eine über Wippen am Lenkrad auch handschaltbare Achtstufen-Steptronic für mehr als 2000 Euro überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparautomatik angegebenen unter fünf Liter Mixverbrauch haben wir nicht erreicht. Der Bordcomputer hat bei uns am Ende nach meist Stadt-, Kurz- und Mittelstreckenfahrprofilen mit häufigeren Lastwechsel immer noch moderate 5,8 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt diese leer rund 1600 Kilo schwere Limousine ziemlich flott voran. Bei der Fahrdynamik haben die Münchner nachgelegt. Das Fahrwerk hat einen sportlich-agilen Eindruck hinterlassen, ohne unkomfortabel zu wirken. Bis hin zum Eco-Modus sind verschiedene Fahrprogramme wählbar. Der permanente Allrad verfügt über eine variable Drehmomentverteilung. Die Servotronic mit tempoabhängiger Lenkkraftunterstützung gibt direkte Rückmeldung. Die belüfteten Scheibenbremsen verzögern standfest. Unterm Strich zahlen sich die weiter verbesserte Dämpfertechnologie und die höhere Anbindungssteifigkeit an die Karosserie aus. Stabilitätskontrolle, Seiten- und Kopfairbags tragen zum sehr guten Standard-Insassenschutz bei.

Serie & Extras

In der Sport-Line-Version als mittlerer von fünf Ausstattungen gehören neben Parkabstandskontrolle hinten und Tempomat mit Bremsfunktion etwa bereits Zweizonen-Klimaautomatik, CD/MP3-Radio, 6,5-Zoll-Farbbildschirm, Sportsitze, Sportlederlenkrad sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen zum Grundumfang. Die Liste der aufpreispflichtigen Sonderwünsche reicht hier von über bis zu 1100 Euro teuren Assistenzsystemen über adaptive LED-Scheinwerfer für 1790 Euro, Leder für 2950 Euro und die ConnectedDrive-Navigation für 3400 Euro bis zu 4250 Euro teuren Ausstattungspaketen hinauf.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 43 400 Euro, ist kein Schnäppchen. Dafür fährt eine ausgereifte sportliche Premium-Kompaktlimousine vor, die ab 30 500 bis 56 850 Euro noch viermal als Benziner mit 136 bis 326 PS, als E-Variante mit 252 PS und weitere sechsmal als Diesel mit 116 bis 313 PS erhältlich ist. Der Kombi heißt Touring. Die M3-Limousine mit 431 PS steht ab 72 600 Euro in der Liste.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 140/190 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1750-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 228 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,8 Liter pro 100 Kilometer, 123-112 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,7-4,3 Litern Mixverbrauch. Preis: 43 400 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

1. April 2016

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