Auto im Alltag

Diesmal im Test: Opel Insignia als 170-PS-Diesel mit Allrad

Von Günther Koch/Life-Magazin

Opel Insignia, hier als viertürige Diesel-Limousine mit 170 PS. Foto: Koch

Gut, dass damals in der Krise, als sogar Gerüchte über einen Verkauf von Opel die Runde machten, der Insignia kam! Wir haben das im Umfeld von Ford Mondeo, Mazda6, Skoda Superb, Toyota Avensis oder VW Passat angesiedelte Mittelklasse-Modell der Rüsselsheimer jetzt als stärksten Diesel-Viertürer mit Handschaltung, Allrad und Innovation-Paket gefahren.

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage ist seit 2013 auf dem Markt, kommt auf 4,82 Metern solide verarbeitet daher, mutet für ihr Segment, was die Wertigkeit betrifft, standesgemäß an. Platz ist selbst im Fond dank 2,73 Metern Radstand noch ordentlich vorhanden. Die Kopffreiheit nimmt dort nur etwas ab. Das Gepäckabteil fasst 500 bis 1015 Liter, ist die Rücksitzlehne vorgeklappt. Die Mittelkonsole wirkt endlich übersichtlicher, was die Bedienung erleichtert. Die Rundumsicht bleibt eingeschränkt. 

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen ganz kultivierten 2,0-Liter mit 170 PS und kräftigeren 400 Newtonmeter früh ab deutlich unter 2000 Touren. Der Selbstzünder bringt diesen Opel auf Tempo 215 Spitze. Ein gut abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe bringt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparautomatik zumindest im Datenblatt angegebenen 5,4 Liter Mixverbrauch haben wir nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach meist städtischen Fahrprofilen 7,2 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt diesen leer 1788 Kilo schweren Insignia unterm Strich recht flott voran. Der Adaptivallrad erhöht mit der Traktion die Stabilität beim Fahren. Die Änderungen etwa an Achsen, Federn und Dämpfern haben Fahrdynamik und (Langstrecken-)Komfort spürbar erhöht. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung könnte noch direktere Rückmeldung. Die Bremsen verzögern einwandfrei. Unter anderem Stabilitätsprogramm sowie Seiten- und selbst hinten Kopfairbags tragen bereits zum hohen Standard-Insassenschutz bei.  

Serie & Extras

In Innovation als höchster von vier Ausstattungen sind etwa neben Tempomat und Lederlenkrad auch Zweizonen-Klimaautomatik, Komfortsitze, Infotainmentsystem samt Navigation, Vernetzung und Achtzoll-Touchscreen-Farbmonitor, persönliche Online- und Servicehilfe sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen enthalten. Die aufpreispflichtigen Sonderwünsche reichen hier etwa von Premiumsitzen für 390 Euro über verschiedene Elektronikhilfen für bis zu 1300 Euro bis zur Volllederausstattung für 3340 Euro hinauf.     

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 38 015 Euro, ist nicht ganz billig. Dafür fährt ein sportlicherer Insignia vor, bei dem das Gesamtpaket stimmt. Die Baureihe einschließlich fünftüriger Limousine, Sports-Tourer-Kombi und Business-Edition beginnt bei 24 555 Euro, der teuerste Insigna findet sich ab 41 820 Euro in der Liste. Auch den robusteren Cross-Country-Kombi gibt es. Die Neuauflage rückt 2017 näher.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 125/170 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1750-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 9,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 215 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 7,2 Liter pro 100 Kilometer, 144 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei angegebenen 5,4 Litern Mixverbrauch. Preis: 38 015 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

22. Februar 2016

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