Auto im Alltag

Diesmal im Test: Toyota Auris als Comfort und 112-PS-Diesel

Von Günther Koch/Life-Magazin

Toyota Auris, hier als 112-PS-Diesel mit Comfort-Paket. Foto: Koch

Es ist nicht leicht im deutschen Volumensegment. Konkurrenten vom Citroën C4 über Ford Focus, Hyundai i30, Kia Ceed, Mazda3, Opel Astra, Peugeot 308, Seat Leon, Skoda Octavia und Renault Mégane bis hin zum Klassenprimus VW Golf tummeln sich dort. Auch Toyota ist in der Kompaktklasse vertreten – mit dem Auris, den wir jetzt als stärkeren Diesel mit Schaltgetriebe und Comfort-Paket gefahren haben.

Außen & Innen

Die aktuelle Auflage ist mit modifizierter Karosserie, aufgefrischten Innenraum und modernen Assistenzsysteme seit 2015 auf dem Markt, kommt auf 4,33 Metern Länge solide verarbeitet daher, mutet bei der Wertigkeit standesgemäß an. Bei 2,6 Metern Radstand ist selbst im Fond noch ordentlich Platz vorhanden. Das Stauabteil des Fünftürers fasst 360 bis 1200 Liter bei versenkter Rücksitzlehne. Die Bedienung geht deutlich intuitiver von der Hand, was auch mit der überarbeiteten Armaturentafel, dem Siebenzoll-Touchscreen-Farbmonitor und dem gut vier Zoll großen Fahrerdisplay zu tun hat. Bloß die Sicht nach hinten bleibt weiter etwas eingeschränkt.  

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen recht kultivierten 1,6-Liter mit 112 PS und durchzugsstärkeren 310 Newtonmetern. Der Selbstzünder macht diesen Toyota in der Spitze bis Tempo 180 schnell. Ein passabel abgestuftes manuelles Getriebe mit sechs Gängen überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Automatik angegebenen knapp über vier Liter Mixverbrauch haben wir nicht erreicht. Der Bordcomputer hat bei uns am Ende nach meist Kurz-, Stadt- und Mittelstreckenfahrprofilen mit häufigeren Lastwechsel 5,9 Liter angezeigt.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt den leer bis 1510 Kilo schweren Frontantriebler noch flott voran. Das Fahrwerk ist eher Richtung Komfort ausgelegt, ohne unsportlich zu wirken. Die elektrische Servolenkung könnte noch direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, verzögern standfest. Stabilitätskontrolle, Seiten-, Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag und Kindersitzhalterungen tragen bereits zum Standard-Insassenschutz bei.    

Serie & Extras

Comfort ist die mittlere von fünf Ausstattungen. In ihr sind etwa Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik, CD/MP3-Multimedia-Audiosytem mit Rückfahrkamera, dazu Lederlenkrad und 15-Zoll-Leichtmetallräder mit 195er-Reifen bereits enthalten. Aufpreispflichtige Sonderwünsche reichen hier etwa vom Komfortpaket samt Tempomat für 450 Euro über Sicherheitstechnologien wie Notbremssystem,  Spurhaltehilfe und Verkehrszeichenerkennung für 550 Euro und Navigation für 590/990 Euro bis zum Leder für 1590 Euro hinauf.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, in diesem Fall ab 23 890 Euro, ist kein Schnäppchen. Auch wenn designmäßig Wettbewerber momentan die Nase vorn zu haben scheinen, fährt der grundsolide Auris doch mit ausgereifter Technik und der millionenfach bewährten Zuverlässigkeit seines Vorgängers namens Corolla vor. Er ist ab 15 990 bis 26 690 Euro noch als Benziner mit 99 und 116 PS, als Hybrid mit 136 PS und als kleinerer Diesel mit 90 PS zu haben. Die Kombivariante heißt Touring Sports.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: 82/112 kW/PS. Maximales Drehmoment: 310/1800-2400 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 12,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,9 Liter pro 100 Kilometer, 110-108 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,3-4,2 Litern Mixverbrauch. Preis: 23 890 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

8. Februar 2016

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