Auto im Alltag

Diesmal im Test: Honda HR-V als Executive mit 120-PS-Diesel

Von Günther Koch/Life-Magazin

Honda HR-V, hier als 120-PS-Diesel mit Executive-Paket. Foto: Koch

Ein bisschen SUV, ein bisschen Coupé, ein bisschen Minivan – so fährt der Honda HR-V im Umfeld etwa von Mazda CX-3, Opel Mokka oder Peugeot 2008 vor. Wir haben das Crossover-Modell der Japaner jetzt als einzigen Diesel mit Handschaltung und Executive-Paket zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Die relativ geräumige Neuauflage ist seit September 2015 auf dem Markt, kommt auf 4,29 Metern Länge solide verarbeitet vor, mutet für ihre Klasse in Sachen Wertigkeit standesgemäß an. Bei 2,61 Metern Radstand findet sich selbst im Fond trotz zum Heck hin abfallender, coupéhafter Dachlinie noch passabel Platz. Das Stauabteil fasst 453 bis 1026 Liter Gepäck, sind die Rücksitze im Boden versenkt. Im Cockpit geht es übersichtlich zu. Schaltknauf und Ablagen scheinen etwas klein geraten. Die digitale Bedienung könnte intuitiver sein. Auffällig beim Testwagen war, dass die Türen etwas schwer auf- und zugehen.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen etwas rauer laufenden 1,6-Liter mit 120 PS und durchzugsstärkeren 300 Newtonmetern. Der Selbstzünder macht diesen Honda in der Spitze bis Tempo 192 schnell. Die in Verbindung mit dem gut abgestuften Sechsgang-Schaltgetriebe und der spritsparenden Stopp/Start-Funktion zumindest im Datenblatt so angegebenen 4,1 Liter Mixverbrauch haben wir nach meist Stadt- und Kurzstreckenfahrprofilen am Ende um 1,1 Liter verfehlt  

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt den leer 1395 Kilo schweren Frontantriebler flott voran. Das Fahrwerk hat einen sicheren Eindruck hinterlassen, federt recht komfortabel, ohne unsportlich zu wirken. Die elektrisch unterstützte Servolenkung könnte direktere Rückmeldung geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüfet, verzögern einwandfrei. Stabilisierungskontrolle, Seitenairbags, dazu Kopfairbags ebenso hinten und Kindersitz-Halterungen tragen bereits zum Standard-Insassenschutz bei.

Serie & Extras

In Executive als höchster von drei Ausstattungen sind neben City-Notbremsassistenz, Eco-Modus, Tempomat, intelligenter Begrenzung, Multifunktionslederlenkrad, Klimaautomatik, Sitzheizung, Nebelleuchten, Einparkhilfe, Kollisionswarner, Spurhalteassistenz und Verkehrszeichenerkennung etwa auch Rückfahrkamera, Navigation samt CD/MP3-Radio und Siebenzoll-Touchscreen-Farbmonitor, Teilleder, LED-Scheinwerfer, Panorama-Schiebe- und Hebedach aus Glas sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen schon enthalten. Die aufpreispflichtigen Sonderwünsche reichen vom Chrom-/Designpaket für 490 Euro über Metallic-/Perllack für 530 Euro, das Robust-Stylepaket für 690 Euro und das Aeropaket für 1190 Euro bis zu 1490 Euro teuren 18-Zöllern hinauf.

Preis & Leistung

Die Anschaffung, hier im Fall des Spitzenmodells ab 27 490 Euro, ist nicht billig. Dafür gibt’s ein modernes Klein-SUV-Coupé als Gegenwert. In der bei 19 990 Euro beginnenden Baureihe steht sonst nur noch ein 130-PS-Benziner zur Wahl, der auch mit komfortablerer Stufenlos-Automatik geordert werden kann. Allrad wird leider nicht angeboten.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,6 Liter. Leistung: 88/120 kW/PS. Maximales Drehmoment: 300/2000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 192 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 5,2 Liter pro 100 Kilometer, 108 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,1 Litern Mixverbrauch. Preis: 27 490 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

28. Dezember 2015

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